1. Frauen: Auftaktsieg nach langer Corona-Pause

31.10.21: HSG Lumdatal II - HSG Marburg/Cappel 21:30 (9:13)

Nach anderthalb Jahren Zwangspause hatte die HSG Marburg/Cappel im Jahr 2021 eine vereinstypische Vorbereitungsphase hinter sich: Phasen mit hoher Trainingsbeteiligung wechselten sich ab mit Trainingseinheiten, in denen lediglich Kleingruppenarbeit möglich war. Positiv war dabei, dass der Mannschaftskern während der vergangenen zwei Jahre sehr konstant geblieben war. Auf Silja Schlue und Vanessa Klemt (beide Studienende) muss die HSG leider in Zukunft verzichten, dafür kamen Maria Voßhagen (TuS 09 Drolshagen) und Veronika Rüttiger (TSV Lohr) neu ins Team. Kreisläuferin Tabea Eigeland kehrte nach zwei Jahren bei der HSG Bad Wildungen zurück an die Lahn. Anika Weil, Jana Schreiber und Wiebke Schnäbele standen zwar schon während der letzten Saison bei der Marburger HSG unter Vertrag, konnten aber aufgrund der ausgefallenen Saison 20/21 bisher kein einziges Pflichtspiel für den Verein bestreiten. Auf der Trainerposition steht mit Henning Dippel weiterhin einer der Trainer der letzten beiden Jahren zur Verfügung, während Kevin Radl als Trainer kürzer tritt.

Nachdem man in der Vorbereitung in sieben Testspielen ungeschlagen blieb, wartete am ersten Spieltag in der Gruppe 1 der Bezirksoberliga Gießen mit der HSG Lumdatal II eine schwierige Auftaktaufgabe auf die Marburgerinnen. Lumdatal hatte in der Vorbereitung ebenfalls starke Testspielergebnisse abgeliefert und mit dem TV Hüttenberg II dabei auch einen Landesliga-Vertreter bezwungen.
Wie erwartet startete die Partie sehr ausgeglichen. Marburg hatte sich vorgenommen, den Gegner mit temporeichen Positionsspiel unter Druck zu setzen, was aber zunächst nicht wie erhofft gelang. Lumdatal konnte zu Beginn die leichteren Tore erzielen und lag in der 15. Minuten mit 6:4 in Führung. Marburg/Cappel brachte nun mit der Einwechslung von Viktoria Marquardt Wurfgewalt ins Spiel und konnte schnell zum 6:6 ausgleichen. Während sich die Marburger Defensive von Minute zu Minute besser fand, konnten im Angriffsspiel basierend auf druckvollen Parallelstößen immer wieder Lücken am Kreis für Tabea Eigeland gerissen werden, die dann von den Marburger Rückraumspielerinnen Antonia Fürst, Rike Wulf und Sophia Bätz stark bedient wurde. So baute Marburg/Cappel den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 9:13 aus.

In der zweiten Hälfte stellte Lumdatal auf eine offensivere Deckungsvariante um, die sich dadurch bietenden Räume nutzten Jana Schreiber und Sarah Kocks als Einläuferinnen von den Außenpositionen gut aus. Und da auf der anderen Seite die Marburger Abwehr mit dem starken Rückhalt Anika Weil im Tor weiterhin gut stand, gelang es den Vorsprung in der 45. Minute zum 12:20 auszubauen. Dennoch war das Spiel noch nicht entschieden, Lumdatal konnte mit einem starken Zwischenspurt durch drei Tore in Folge verkürzen (15:20), bevor sich Marburg/Cappel wieder fing und beim 20:30 in der 59. Minute sogar kurzzeitig zweistellig führte. Das letzte Tor der Partie gebührte aber den Gastgeberinnen zum 21:30-Endstand.

Trotz des deutlichen wirkenden Ergebnisses standen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber, Marburg/Cappel zeigte aber an diesem Tag die vor allem dank einer starken Defensivleistung etwas konsequentere Leistung und darf sich daher über die ersten zwei Punkte der Saison freuen.

Am kommenden Wochenende ist mit dem TUS Vollnkirchen eine Mannschaft in Cappel zu Gast, die ebenfalls ihr Autaktmatch deutlich gewinnen konnte (24:19 gegen den TV Burgsolms). Eine erneut schwierige Aufgabe wartet auf die HSG.
Anfpiff ist am Samstag, 6.11. um 16 Uhr in der Conrad-Hahn-Sporthalle in Cappel.

Für die HSG Marburg/Cappel spielten: Anika Weil, Maria Voßhagen; Tabea Eigeland (6), Sarah Kocks (6), Viktoria Marquardt (5), Antonia Fürst (4/2), Jana Schreiber (3), Sophia Bätz (2), Franziska Bahnmüller (2), Friederike Wulf (1), Sarah Riedemann (1), Veronika Rüttiger, Wiebke Schnäbele

(hd)

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