1. Frauen: Eine Halbzeit reicht gegen Tabellenzweiten nicht aus

23.03.19: HSG Fernwald I - HSG Marburg/Cappel I 30:25 (17:9)

Am Samstagabend reiste unsere Erste Damen nach Fernwald zum Auswärtsspiel gegen die HSG.
Die Vorzeichen des Spiels waren, wie so oft in dieser Rückrunde, mehr als ungünstig. Abgesehen von der Tatsache, dass die Mannschaft seit Beginn der Saison häufig ohne ausgebildete Torhüterin zwischen den Pfosten auflaufen muss, so ist auch der Trainingsbetrieb massiv eingeschränkt. Aus einem potentiellen 14er Kader stehen aufgrund von Verletzungen und Praktika in den Semesterferien derzeit nur 5 Spielerinnen im Training zur Verfügung. Ein Leid, dass man in Marburg nur zu gut kennt. Stand man in der Hinrunde lange Zeit oben in der Tabelle, zeigt die Rückrundentabelle das genaue Gegenteil an. Doch nun zum Spiel:

Das Spiel begann auf beiden Seiten zunächst sehr verhalten. Die Gastgeber aus Fernwald konnten das 1:0 erst in der 3. Minute durch einen 7-Meter erzielen. Ela Schuster glich kurz darauf aus. Es sollte eine Halbzeit werden, die aus Marburger Seite geprägt ist von Fehlern im Angriff und unzureichender Aggressivität und Aufopferungsbereitschaft in der Abwehr. Bis zum 4:4 (8. Min) schafften es die Universitätsstädterinnen der HSG aus Fernwald Paroli zu bieten, bevor die zu hohe Fehlwurfquote einsetzte und man über ein 7:4 (11. Min) auf ein 12:6 (19. Min) abreißen ließ. Auch eine Auszeit und der Versuch eines Weckrufs brachte leider nicht den gewünschten Erfolg und die Lücken in der Abwehr luden Fernwald ein ums andere Mal zu leichten Torabschlüssen ein. Mit einem Spielstand von 17:9 und hängenden Köpfen ging es für die Marburgerinnen in die Halbzeitpause.

Wie so oft in dieser Rückrunde gab es kaum Dinge zu kritisieren: In der Abwehr müsse mehr von den Fehlern der Nebenleute ausgegangen werden um bereit zu sein auszuhelfen. Die Seitwärtsbewegungen in der Abwehr musste ebenfalls verbessert werden. Ansonsten waren es, wie so oft, wieder einmal die technischen Fehler, sowie die mangelnde Wurfausbeute (wobei die Chancen teilweise gut herausgespielt waren), die diesen hohen Rückstand zu verantworten hatten.
Mit dem Willen sich gut zu verkaufen und der Ermahnung eine aggressivere Abwehr zu spielen, betrat Marburg/Cappel die Platte zur 2. Halbzeit. Diese sollte am Ende 13:16 gewonnen werden.
Da Fernwald vorlegen durfte, begann die zweite Halbzeit mit einem 9-Tore Rückstand, der bis zur 38. Min anhalten sollte (21:12). In 22 restlichen Minuten einen derartigen Rückstand aufzuholen ist für unsere Damen nicht unmöglich, allerdings nah an der Grenze des unmöglichen.
Doch ab der 40. Minute zeigten die Damen von der Lahn ihr wahres Gesicht und fingen an in der Abwehr beherzter zuzupacken und vorne die rausgespielten Chancen zur verwandeln. Kaden, Riedemann und dreimal Schuster verkürzten bis zur 42. Minute auf 21:17. Hier wäre die Chance gewesen den Vorsprung Fernwalds noch zu verringern, doch Fehlwürfe und anschließende leichte Treffer Fernwalds besiegelten die Niederlage unserer Ersten in der 45. Minute (23:17).  Man konnte diesen Vorsprung noch auf 5 Tore senken, diese verwaltete Fernwald dann aber gekonnt über die letzten Minuten, gewann am Ende verdient das Spiel und festigte somit den zweiten Tabellenplatz.

Es bleibt wieder festzuhalten, dass die Mannschaft sich aufopferungsvoll gegen diese Niederlage gestemmt hat, allerdings wieder einmal zu einem Zeitpunkt, als es bereits zu spät war. Diesen Kampfgeist ab der 1. Minute abzurufen, muss das Ziel der Marburgerinnen sein. Denn nur so können sie zur Gefahr für jedes Team in der Liga werden. Dass dem so ist, sah man in der Hinrunde!

Das nächste Spiel der Damen I findet am 31.03. in heimischer Arena auf Cappel (Conrad-Hahn Halle) um 18 Uhr gegen Tabellennachbarn aus Vollnkirchen statt. Hier muss unbedingt wieder gepunktet werden, möchte man sich frühzeitig aus dem drohenden Abstiegskampf entfernen. Auf die Unterstützung der Zuschauer sind wir angewiesen und hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen.

Für die HSG spielten:  Knoblauch (Tor), Schuster (10/4), Schmidt (7), Riedemann (4), Kaden (2), Schlue, Schneider (je 1), Elmer, Fürst, Hochstraßer, Meyer

(km)

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