1. Frauen: Niederlage gegen Mörlen

Individuelle Fehler besiegeln unnötige Heimniederlage

01.12.18: HSG Marburg/Cappel I - HSG Mörlen I 28:31 (15:15)

Am Samstag den 01.12.2018 empfing unsere erste Damen die fünftplatzierte HSG aus Mörlen. Trotz 3 Zähler Vorsprung auf die Gäste, konnte von einem wichtigen 4-Punkte-Spiel gesprochen werden, wolle man den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht verlieren. Das Saisonziel, sich besser zu platzieren als der sportliche 6. Platz letzte Saison bleibt weiterhin bestehen. Allerdings schien dieses Spiel auch ein guter Zeitpunkt gewesen zu sein, um die Ambitionen neu zu hinterfragen und die Ausrichtung für die Saison genauer zu bestimmen. Was die erste Damen in der bisherigen Hinrunde geleistet hat, OHNE auf der Torhüterposition besetzt zu sein, ist jetzt schon aller Ehren wert und verdient sowohl Respekt, als auch Anerkennung. Jedoch: Mörlen wusste wie diese Baustelle der Hausherrinnen auszunutzen sei und spielten ihren Stiefel clever runter und waren sicher in ihren Abschlüssen.

Der Beginn des Spiels gehörte direkt den Gästen aus Mörlen. In der zehnten Minute stand es bereits 3:7, sodass Trainer Chris Meyer bereits früh eine Auszeit nehmen musste, wohl wissend, dass die Einflussnahme auf das Spiel danach erschwert sein würde. Zu viele Fehler im Spiel nach vorne und eine Passivität in der Abwehr, die man sonst von unseren Damen nicht gewohnt ist, zwangen allerdings zu dieser Maßnahme. Durch diesen Weckruf angestachelt, änderte sich auch das Spiel der Marburgerinnen. In der Abwehr wurde beherzter herausgetreten, Spielerinnen früh festgemacht und somit den Spielfluss der Gäste gestört. Der Angriff sah fortan auch überlegter aus und man kam über schnelle Aktionen immer wieder zu einfachen Toren, sodass Johanna Schneider kurz vor der Halbzeit noch auf ein 15:15 ausgleichen konnte. Mit diesem Spielstand begaben sich die beiden HSG‘s dann auch zum Pausentee.

Behielt man seit der Auszeit deutlich die Oberhand über die Damen aus Mörlen, konnte die Ansprache in der Halbzeit sehr kurz gefasst werden: „Tretet in der Abwehr weiter so entgegen, behaltet eure schnellen Beine und spielt im Angriff eure Konzeptionen. Nach ein bis zwei mal Durchstoßen, werdet ihr dann zum Erfolg kommen.“

Gesagt, getan: Die zweite Halbzeit sollte zunächst so beginnen, wie die letzte Aufgehört hat. Kira Hanke fing einen Ball ab und versenkte ihn per Tempogegenstoß im Kasten der Mörlerinnen.
Leider ergab sich durch diesen Treffer nicht das nötige Feuer und die Lockerheit, dass man derzeit die spielbestimmende Mannschaft sei, um den Gästen weiterhin den Zahn zu ziehen. Mörlen glich schnell aus und nutzte eine erneute Schwächephase der Universitätsstädterinnen gekonnt aus um sich in der 45. Minute mit 6 Toren abzusetzen (20:26). Erneut waren es vor allem die vielen technischen Fehler, aber auch eine mangelnde Chancenverwertung im Angriff, die dafür sorgten, dass die erste Damen erneut einem größeren Rückstand hinterherlaufen mussten.

Auch wenn man diesen Abstand noch ein wenig verkürzen konnte, so war er doch zu groß um am Ende noch etwas Zählbares in die Cappeler Arena holen zu können. Beim Spielstand von 28:31 beendete der Schiedsrichter die Partie und die Enttäuschung war allen Beteiligten auf Marburger Seite ins Gesicht geschrieben.

Wohl wissend, dass diese Niederlage, bei Abrufen einer normalen Leistung unnötig war, heißt es in Zukunft weiter an den Schwächen zu Arbeiten und den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Denn wie bereits erwähnt: Diese Mannschaft spielt OHNE Torhüterin und steht derzeit trotzdem immer noch auf dem 4. Tabellenplatz. Als nächster Gegner warten die Damen aus Wettertal, welche ihre Stärke erst dieses Wochenende beim deutlichen Sieg gegen Vollnkirchen unter Beweis gestellt haben. Auch hier wird es, wie so häufig, auf die Tagesform ankommen, denn eins bleibt weiterhin klar: Wenn jede Spielerin ihre Normalform abrufen kann, ist keine Mannschaft in dieser Liga vor den Cappeler Mädels sicher und das trotz fehlender Torhüterin!

Für die HSG Marburg/Cappel spielten: Schmidt (Tor), Schuster (11), Hanke (6), Fürst, Kaden, Schneider (je 3), Bätz, Feise (je 1), Pretznick

(cm)

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