TSV Kirchhain - HSG Marburg/Cappel 39:31 (20:16)

Keine Chance für HSG Marburg in Kirchhain

Niemand verliert gerne ein Handballspiel, eine Niederlage in einem Derby schmerzt entsprechend noch mehr als ein "normales" verlorenes Match. Daher kann es kaum verwundern, dass nach der Schlusssirene auf Marburger Seite fast ausschließlich lange Gesichter zu beobachten waren, während die Akteure des TSV Kirchhain sich vollkommen verdient vor schöner Kulisse feiern lassen konnten.
Laut Trainer Uwe Schulz und "Co" Bernd Portjanow lag der Hund speziell in der ungenügenden Abwehrarbeit begraben: den Gastgebern wurde es zu selten schwer gemacht, Treffer zu erzielen, immer wieder sorgten individuelle Aussetzer dafür, dass die Schwarz-Weißen in Lücken vorstießen, in welchen man auch einen Kleinlastwagen hätte parken können. So lag die HSG vom Anpfiff weg ständig im Hintertreffen, arbeitete sich zwar einige Male vielversprechend auf Schlagdistanz heran, brachte sich dann aber reihenweise selbst um den (möglichen) Erfolg - wie Mitte der zweiten Hälfte, als man durch schnelle Gegenangriffe nach Ballgewinnen auf Ausgleichskurs zu sein schien. Dazu kam, vermeintlich positiv für Blau-Gelb, dass -wie bereits im Hinspiel- TSV-Spielertrainer Müller nach grob unsportlichem Einsteigen im Gegenstoß gegen Ole Ackermann, der glücklicherweise unverletzt blieb, die rote Karte sah. Doch nahmen fortan die erfahrenen Pascal Oswald und Jan Lücker sowie der treffsichere Tom Mohr das Heft in die Hand und schaukelten den Heimsieg relativ locker und unaufgeregt nach Hause.

Auf Marburger Seite zeichneten sich Ole Ackermann und der reaktivierte Michael Mühlberger sowie phasenweise Sven Kothe durch beherzte und schöne Angriffsaktionen aus, doch unterm Strich fehlte auch im Offensivspiel die Konstanz und letzte Konsequenz, um wirklich für einen Erfolg in Frage zu kommen. Einstellung zeigte man vor allem im Unterzahlspiel, welches in Halbzeit eins Slapstick-Ausmaße annahm: die in dieser Phase teils auf ganzer Linie lächerlichen Entscheidungen der Unparteiischen sorgten dafür, dass sich Jonas Schuster und Sven Kothe plötzlich sieben Kirchhainer gegenüber sahen. Michi Mühlberger verstärkte das Duo; unglaubliche Randnotiz: diese Unterzahl-Phase überstand man mit 1:1! In Halbzeit zwei hatten dann die Gastgeber unter so mancher Entscheidung, die mehr als zweifelhaft schien, zu leiden: insgesamt vier (!) rote Kartons präsentierten die Spielleiter zur Prime Time der Heimmannschaft, wirklich eindeutig war sicher nur der Platzverweis Müllers; die restlichen zumindest trefflich diskutabel.
Schön und entsprechend laut bejubelt vom Marburger Anhang waren die erfolgreichen Einstände der Youngster Sam Imani und Julian Ingenbleek, die sich von der großen Kulisse nicht beeindrucken ließen und mutig den Weg zum Tor suchten und hinten beherzt zufassten - mit Erfolg.

Fazit: die HSG Marburg muss sich nun darauf besinnen, aus den verbleibenden Partien genug Punkte zu holen, um die Klasse sicher zu halten - alles andere zählt derzeit nicht.

Für die HSG im Einsatz: Alex Syring; Michael Mühlberger (5), Ole Ackermann (5), Jonas Schuster (5), Sven Kothe (4), Henning Dippel (3), Christian Rottmann (2), Chris Syring (2), Arne Ackermann (2), Julian Ingenbleek (2), Sam Imani (1), Johan Grede.

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