HSG Marburg/Cappel - TSF Heuchelheim 26:28 (13:13)

Alles gegeben – doch am Ende fehlt die Belohnung

Wie sich Bilder doch gleichen können… Einmal mehr konnten sich sowohl die erneut zahlreich vertretenen Zuschauer, die wiederum eine tolle (Pokal-) Stimmung entfachten, als auch die Spieler und Trainer der HSG Marburg in einem spannenden Kino-Thriller wähnen – jedoch ohne Happy End und auch ohne entscheidende Korrekturen im Drehbuch.
Einmal mehr lieferte die junge Mannschaft um das Trainergespann Uwe Schulz/Bernd Portjanow einem Favoriten einen heißen Fight, riss das Spiel nach verschlafenem Beginn zusehends an sich und war 10 Minuten vor der Halbzeit „voll drin“ in der Begegnung. Die Abwehr hatte sich gefunden und die Spielweise des Gegners aus der Bezirksoberliga durchschaut, Trainer Schulz, vergangene Woche noch mit konstruktiver Kritik insbesondere an der Defensivarbeit nicht sparsam, konstatierte diesbezüglich eine Steigerung: „Im Deckungsbereich haben wir uns klar verbessert gezeigt – sowohl im Verbund als auch individuell, damit kann man schon zufrieden sein.“ Des Trainers Sorgenkind war diesmal eher die Abteilung Attacke, die vor Wochenfrist noch auswärts für 40 Treffer gut war, an diesem Abend aber nicht konstant und vor allem konstruktiv genug agierte. Schulz machte „zu wenig Konzept, zu viel falsches situatives Entscheidungsverhalten, speziell im Überzahlspiel“ aus.

Beleg hierfür: zwischen der 45. und 50. Spielminute hatte man stets Überzahl, konnte diese numerische Überlegenheit jedoch nicht in Zählbares umwandeln – im Gegenteil! Abspielfehler, überhastete Torabschlüsse und Nachlässigkeiten in der Abwehr führten in dieser entscheidenden Phase dazu, dass sich die TSF aus Heuchelheim praktisch an den eigenen Haaren aus dem sprichwörtlichen Sumpf ziehen und das Spiel zu ihren Gunsten drehen konnte. In den Schlussminuten erwies sich dann der zwischenzeitliche 3-Tore-Rückstand (24:27) als zu groß, sodass schlussendlich eine 26:28-Niederlage zu Buche stand.
Den Kopf in den Sand stecken wird in Marburg nun allerdings niemand, Coach Schulz wäre „gerne eine Runde weiter gekommen. Aber aus genau diesen Spielen gegen starke Gegner wollen wir ja lernen – und ich will sehen, dass jeder lernen will. Dann entwickeln wir uns weiter.“ Mutlosigkeit klingt anders. Und wäre auch fehl am Platze.

Für die HSG Marburg spielten:
Bastian Rennert, Hendrik Debnar-Daumler; Jonas Schuster (8 Tore), Max Flothow (6), Jan Schultz (4), Johann Grede (2), Ole Ackermann (2), Christian Rottmann (1), Arne Ackermann (1), Lars Hornung (1), Henning Dippel (1), Axel Schuhmann, Nils Zeller.

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