HSG Marburg/Cappel - HSG Kleenheim II 32:36 (19:15)

Tabellenführer der ersten Halbzeiten – aber abgerechnet wird am Schluss

Die erste Heimniederlage vor erneut toller Kulisse am Cappeler Köppel wurmte Trainer Uwe Schulz "weniger als jene in Buseck vor einer Woche. Denn heute hat man jederzeit gesehen, egal bei welchem Spielstand und wie lange noch zu spielen war, dass die Mannschaft wollte, sie hat niemals aufgesteckt – das ist wichtig und macht Mut!" Zudem präsentierten sich auch die Gäste aus Kleenheim als starke Mannschaft, gespickt mit agilen Einzelkönnern, die sicherlich in der Frage, wer unter den besten fünf Teams der Liga ins Ziel einlaufen wird, das ein oder andere Wörtchen mitzureden gedenkt.

Man könne, so der Trainer weiter, folglich gegen eine solche Mannschaft verlieren, ohne sich dafür schämen zu müssen, zumal wie angedeutet "alles gegeben" wurde. Und die Ansätze waren auch dieses Mal vielversprechend: nach verschlafenem Start und Neujustierung mittels Time-Out nach bereits 5 Minuten und einem 1:5-Rückstand drehte die junge Truppe mächtig auf, legte offensiv wie defensiv mehrere Schippen drauf und verlieh dem Spiel eine Wendung: 19:15 führte man zum Pausentee! In dieser zweiten Viertelstunde des ersten Durchgangs zeigten die Spieler in "Blau-Gelb", was wirklich in ihnen schlummert. Griffige, konzentrierte Abwehrarbeit, sachliches und zwingendes Aufbauspiel, in dieser Phase ein aufmerksamer Hendrik Debnar-Daumler im Tor, der Tabellenführer hatte auf einmal nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Andere Vorzeichen dann in Abschnitt zwei: ins Spiel der heimischen HSG schlichen sich nun häufiger kleine Fehler und Schwächen im Abschluss ein, auch die Torhüter bekamen nicht mehr so viele Bälle zu fassen wie noch vor dem Seitenwechsel - unterm Strich nutzten die Gäste das schlichtweg clever und unaufgeregt aus, um sich ihrerseits wieder auf fünf Treffer abzusetzen (27:32; 30:35, vier Minuten vor dem Ende). Diese Hypothek sollte sich als für die Marburger nicht mehr abzahlbar erweisen, man kam zwar vor allem durch schnelle Treffer in der Schlussphase von Jonas Schuster noch einmal heran, jedoch nutzten die Kleenheimer weiter fast jede Chance zum Torerfolg und auch die Zeit wurde letztlich zu knapp, um nochmals ernsthaft in Schlagdistanz zu kommen

Des Trainers Fazit: "Natürlich ist es schade, ein Spiel zu verlieren, das man schon gedreht und eigentlich im Griff hatte. Aber jeder in der Mannschaft zeigt den unbedingten Willen, den wir Trainer jederzeit sehen möchten. Einige Schlüsselspieler müssen noch Trainingsrückstand aufarbeiten, wir bleiben also zuversichtlich und arbeiten im Training weiterhin an den Dingen, die derzeit noch fehlen." Resignation jedenfalls klingt anders und sieht auch anders aus - noch gibt es überhaupt keine Gründe, den Kopf in den sprichwörtlichen Sand zu stecken und die Saison frühzeitig abzuhaken. Dafür hat die junge Mannschaft zu viel Potenzial, was auch das Publikum spürte und eine tolle Stimmung in der Halle erzeugte. Gemeinsam mit den Zuschauern, die allen Grund haben, zum nächsten Heimspiel wieder ihren Weg in die Halle zu finden, wird dann auch schon bald mehr möglich sein als "man hätte auch gewinnen können".

Für die HSG spielten:
Hendrik Debnar-Daumler, Götz Karger; Jonas Schuster (8), Christian Rottmann, Max "Sheamus" Flothow, Henning Dippel (je 4), Ole Ackermann, Elias Kappner (je 3), David Binas, Jan Schultz (je 2), Alex "Axel" Schuhmann, Johann Grede (je 1), Arne Ackermann, Christoph Bruckner.

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