Starke Teamleistung sichert den verdienten Klassenerhalt

HSG Wettenberg II - HSG Marburg/Cappel 24:26 (18:13)

Am letzten Spieltag der Saison ging es für die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Marburg/Cappel dank Schützenhilfe aus Leihgestern um die alles entscheidenden zwei Punkte zur Sicherung des Klassenerhalts. Der Gegner war kein anderer als die HSG Wettenberg II, der Mitaufsteiger der vergangen Saison, gegen den man auch schon letztes Jahr die direkten Vergleiche für sich entschied und damit die Meisterschaft klar machte.
Also reiste man nicht nur unter gut stehenden Sternen und mit enormer Motivation in die gegnerische Halle an, sondern auch mit spielerischer Unterstützung aus der zweiten Mannschaft und unseren unglaublichen Fans, die eine überragende Heimspielatmosphäre aufflammen ließen.

Zu Spielbeginn war den Schützlingen der Trainerfüchse Christopher Meyer und Ole Pallesen die Nervosität deutlich anzumerken, schließlich war jedem bewusst, wie viel von diesem Spiel abhängt. So wurden im Angriff zu viele technische Fehler gemacht und Ballverluste verzeichnet, welche mit Gegenstößen bestraft worden sind. Das größere Problem stellte jedoch die Defensive dar, die ohne Abwehrchefin Nora Schilke in ungewohnter Konstellation zusammenspielte und an Absprache vermissen ließ. Gerade die halblinke Gegenspielerin kam so zu einigen leichten Toren aus dem Rückraum und man ging mit 6:2 in Rückstand. Außerdem ließ man leider wieder mal wichtige Chancen vom 7-Meter-Punkt liegen. Obwohl der Kampfgeist nicht abriss, konnten die Marburgerinnen im Laufe der ersten Halbzeit nicht herankommen und mussten mit großen Sorgen Wettenberg mit sieben Toren (15:8) davon ziehen lassen. Erschreckend fragte man sich, ob die Partie nun schon zu einem so frühen Zeitpunkt entschieden sein sollte. Die Spielerinnen waren jedoch vom Gegenteil überzeugt und ließen die Köpfe nicht hängen. Ein besonderes Lob hat an dieser Stelle Torfrau Wiebke Körsmeier verdient, die viele freie Torchancen der Gegnerinnen parierte und mit diesem Rückhalt der eigenen Mannschaft und auch den Gastgeberinnen zeigte, dass man sich trotz allem noch nicht so schnell abspeisen lassen würde. Den Aufschwung nutzten nun endlich auch die Mädels im Angriff, indem sie sich auf die einfachen Dinge besannen. Gerade Kira Hanke arbeitete in dieser Phase für ihre Mitspielerinnen, die mit viel Tempo die Lücken in der gegnerischen Abwehr fanden und die Bälle sicher im Tor unterbrachten. Zur Pause hieß es nun 18:13.

In der Halbzeitansprache der Trainer hieß es ganz klar: Sollten in der zweiten Halbzeit nochmal 13 Tore geworfen werden, ist das gut, aber 18 Gegentore sind zweifelsohne viel zu viel. Auch ließ man sich von einem Fünf-Tore-Rückstand noch nicht entmutigen, denn die Mädels haben es auch in der Vergangenheit schon oft geschafft, noch größere Rückstände wieder aufzuholen.
Also war die Devise mit der Kraft des voll besetzten Kaders noch einmal Vollgas zu geben. Und das gelang den Gästen eindrucksvoll. Nach nur knapp fünf Minuten in der zweiten Halbzeit kamen die Handballerinnen aus Marburg über ihre Stärke des Tempospiels auf 18:17 heran. Vor tosendem Jubel der Bank und Fans war der Siegeswillen nun jeder Einzelnen ins Gesicht geschrieben. In den folgenden Spielminuten setzten sich die Marburgerinnen immer wieder im Eins-gegen-eins durch und gingen mit 22:24 in Führung. Dann folgte eine abwehrgeprägte zehnminütige torlose Phase beider Mannschaften, in der ordentlich zugepackt wurde und die Führung eigentlich nicht mehr hergegeben werden wollte. Die Gastgeberinnen glichen jedoch wenige Minuten vor Schluss noch einmal zum 24:24 aus. Da gerade erst im letzten Spiel den Marburgerinnen ein Punkt in der letzten Spielsekunde durch einen Gegentreffer verloren ging, war man in dieser Situation umso mehr entschlossen, das nicht noch einmal erleben zu wollen. Die letzten Kräfte mobilisierend verwandelte Kira Hanke einen Tempogegenstoß zum 24:25 und ca. eine halbe Minute vor Schluss erzielte Sarah Riedemann den Endstand von 24:26. Die Spielerinnen und Trainer an der Seitenlinie hielt es vor Freude nicht mehr auf der Bank. Mit dem Schlusspfiff und Siegessängen der Fans stürmten alle jubelnd zusammen.
Damit hatte im Übrigen das Trainergespann recht behalten, dass weitere 13 Tore zum Sieg reichen würden. Grundstein dessen legte aber vor allem eine bärenstarke Abwehr in Halbzweit Zwei, in der man ja nur sechs gegnerische Tore zuließ.
Leider war die Stimmung dann unmittelbar nach dem Spiel doch etwas getrübt, denn man konnte sich noch nicht sicher sein, nach welchen Regularien der HHV die drei letztplatzierten Mannschaften, die nun alle (nach Abzügen der Schiedsrichterstrafe) 15 Pluspunkte zählten, bewerteten.

Einen Tag später konnten wir aber auf Seiten des HHV vernehmen, dass wir mit dem 10. Rang auf einem Nichtabstiegsplatz stehen und freuen uns sehr, nächste Saison wieder in der Bezirksoberliga angreifen zu dürfen.
Ein riesen Dankeschön gilt noch einmal all unseren mitgereisten Fans und der zweiten Frauenmannschaft, die uns auch schon in den letzten Wochen so super unterstützt haben.

Für die HSG spielten: Wiebke Körsmeier, Maren Brenning; Kira Hanke (7/1), Susanna Heinrichs (6), Sarah Riedemann (4), Judith Kaden (3), Chiara Feise (3/3), Nora Hense, Felicitas Meier, Janika Hochstraßer (je 1), Johanna Schneider, Antonia Fürst, Annika Lehmann und Kim Voelkel.

(jk)

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