HSG Großen-Buseck/Beuern - HSG Marburg/Cappel Frauen 11:18 (8:8)

Am vergangenen Wochenende stand für die Damen der HSG Marburg/Cappel das nächste Spitzenspiel auf dem Plan. Der Tabellenzweite aus Marburg traf auf die direkten Verfolger, die Mannschaft der HSG Großen-Buseck/Beuern. Beide Mannschaften hatten zu diesem Zeitpunkt 12:4 Punkte auf dem Konto und so war es umso wichtiger in diesem Spiel zu punkten, den Abstand kleinschrittig auszubauen und die Lücke zum Tabellenführer aus Dilltal zu schließen. Diese hatten einen Tag zuvor in Wettenberg zwei Punkte liegen gelassen.

Im Training wurden noch einmal die Kernpunkte des Spiels intensiv behandelt, doch sollte sich diese Arbeit erst in der zweiten Halbzeit auch bezahlt machen. So startete das Spiel sehr zäh und die Gastgeber erzielten nach 1:30min das 0:1. Eine halbe Minute später glich Marburg aus, jedoch war das Spiel in der Anfangsphase durch viel intensive Deckungsarbeit und langen Angriffen geprägt. Nach den ersten fünf Minuten konnte Buseck mit 1:3 in Führung gehen. Dies resultierte überwiegend daraus, dass Marburg das Spiel der Gäste überhaupt zuließ bzw. eigene Angriffe mit einem Ballverlust oder fünf Latten-/Pfostentreffern in der ersten Halbzeit abschloss. Eine Haupterkenntnis dieses Spieltages war es daher (mal wieder), dass auf 25cm Höhe nun mal keine Latte angebracht ist und die Würfe bei flachen Bällen auch im Tor landeten.

Das Spiel verlief zu diesem Zeitpunkt noch sehr ausgeglichen, wenn auch Marburg deutlich unter Niveau agierte (3:3, 4:4 – 12:35min). Was jedoch innerhalb von 2:30min geschehen kann, wenn die in blau agierenden Marburgerinnen ins Tempospiel umschalteten, zeigten die darauffolgenden drei schönen und mit Übersicht zu Ende gespielten Angriffe, in denen die Gastgebern kurzzeitig überrannt wurden (4:7 – 15min). In der Hoffnung nun eine konstante Leistung seiner Truppe zu sehen, wurden die Erwartungen der Marburger Bank jedoch schnell relativiert. Die Abwehr wirkte phasenweise zu behäbig und so konnte Buseck durch leichte und schöne, jedoch viel zu einfache Treffer von den Außenpositionen im Spiel bleiben. Bis zur Halbzeit geschahen auf beiden Seiten kaum noch nennenswerte Aktionen und so trennten sich die Mannschaften mit dem Pausenstand von 8:8.

Dementsprechend wurde es zur Halbzeit in der Kabine lauter und der Ton schärfer. Die Forderung nach mehr erfolgreichen Torabschlüssen war die klar formulierte Vorgabe von Seiten des Trainers. Zurück auf der Platte, dauerte es noch einmal gut zwei Minuten bis die HSG mit der Umsetzung der gesteckten Ziele begann. Die Abwehr stand in der zweiten Halbzeit deutlich besser, verschob zügig und packte an den entsprechenden Stellen ordentlich zu. Nach 75 Sekunden des ersten Busecker Angriffs konnte man den Ball erobern. Im Handumdrehen warf man diesen jedoch wieder zum Gegner. Wieder waren diese in Ballbesitz, doch die Abwehr war für den Rest des Spiels tatkräftig zur Stelle. Im Angriff konnten wiederum technische Fehler fortan minimiert und in eigene Tore umgewandelt werden. Daraus resultierte folgerichtig, dass der Gegner erst nach acht Minuten der zweiten Halbzeit das erste Tor erzielen konnte und in der gesamten zweiten HZ nur drei erfolgreiche Torabschlüsse verbuchen konnte!

Auf der anderen Seite zeigte Marburg ab der 32. Minute das bis dahin schlummernde Potenzial und blühte spielerisch, wenn auch langsam aber sicher, regelrecht auf. Spielzüge wurden präzise zu Ende gespielt und mit Toren belohnt, sowie 1gg1-Situationen mit mindestens einem 7m belohnt. Trotz des Erahnens der jeweiligen Ecke, konnte die gegnerische Torhüterin die „Fackeln“ aus kurzer Distanz vom 7m-Punkt nicht parieren. Während die Hausherren nur noch im 9-Minuten-Rhythmus trafen, konnte sich Marburg langsam aber stetig absetzen (8: 10, 9:11, 10:14). Letztlich trennten sich die Mannschaften mit einem verdienten 11:18 Auswärtssieg für Marburg, welcher mit viel Geduld und Arbeit errungen werden konnte.

Festzuhalten bleibt, dass wenn die Damen aus Marburg den Turbo auspacken, sie durchaus in der Lage sind ein solches Spiel zu dominieren. Dennoch zeigte man diese Überlegenheit in der ersten Halbzeit nur eine kurze Phase, bevor man in der zweiten HZ ein attraktives Spiel anbot. Weiterhin kann wieder einmal „viel Luft nach oben“ attestiert werden, da man noch gut und gerne weitere freie Bälle auf das Torkonto hätte verbuchen können. Daher gilt es weiter im Feinschliff an vielen Kleinigkeiten zu arbeiten, um im letzten Spiel der Hinrunde (auswärts gegen FSG Klein-/Lützellinden II) noch zwei Punkte mit in die Weihnachtsferien nehmen zu können.

Für die HSG spielten: Stefanie Quent (9 Paraden), Malena Götte (6), Imke Hogrefe (5), Judith Krekeler (2), Jenny Madubuko (2), Vanessa Kuhl  (1), Friedi Lieb (1), Kerstin Aumann (1), Hanna Battenfeld, Johanna Schneider, Sarah Voßmeier, Nora Schilke, Miriam Jäger, Patricia Klotz.

Marc Hampel (Trainer Damen), HSG Marburg/Cappel

Motivation vor dem Spiel

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