HSG Marburg/Cappel - HSG Münzenberg/Gamb. 26:17 (13:7)

Im anliegenden Heimspiel sollte es für die HSG Marburg/Cappel vor allem darum gehen, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen und den Anschluss an den Tabellenführer aus Dilltal nicht zu verlieren. Während man dort auswärts in der letzten Woche eine katastrophale erste Halbzeit hinlegte, sollte das Spiel daheim nun wieder mit klarem Kopf und der Konzentration auf schönen sowie effektiven Handball bestritten werden.

Der Start wiederum begann auf beiden Seiten zunächst sehr hektisch und so konnten die Gäste nach drei gespielten Minuten mit 0:2 in Führung gehen, ehe Kerstin eine Minute später verkürzte und die Marburger-Torjagd eröffnete. Der weitere Verlauf der Partie war zunächst noch sehr ausgeglichen, vor allem aber dadurch zu begründen, dass Marburg sich für eine exzellente Abwehrarbeit noch nicht im Angriff belohnte (5:5 - 16. Minute). Die Deckung jedoch überzeugte von Beginn sowohl die heimischen Zuschauer, als auch den Verantwortlichen auf der Bank. Zweikämpfe wurden aktiv und fair geführt, dass Angriffsspiel der Gegner im Keim erstickt bzw. kluge Abschlüsse aus schwierigen Lagen provoziert. Wieder einmal hatte Marburgs Torfrau einen entscheidenden Anteil am Ausgang der Partie. Steffi Quent konnte sich mit 36(!) Paraden auszeichnen, wovon neben einigen Pflichtparaden auch sehr viele schwer zu haltende "Fackeln" aus dem Rückraum durch ihren Einsatz entschärft werden konnten.

In Marburgs Auszeit in der 22. Spielminute gab es, wie sonst eher selten, keine Kritikpunkte von Seiten des Trainers. Lediglich wurde der Wunsch geäußert, dass sich die Damen nun endlich für die klasse Abwehrleistung auf der anderen Seite belohnen sollten (8:7). Sehr erfreulich war es daher, dass die Mannschaft die Vorgaben direkt umsetze und die Führung in den letzten acht Minuten der ersten Halbzeit auf 13:7 ausbaute, mit der es in die Pause ging. In dieser Phase überzeugte vor allem die Schneider-Sikeler-Achse auf der rechten Seite mit gekonnten 1gg1-Aktionen sowie durchdachten Abläufen im 2gg2.

In der zweiten Halbzeit wollte die HSG dort weiter ansetzen und konnte dies auch in Toren umsetzen (16:7). Während Marburg acht Tore in Folge erzielen konnte, gelang es den Gästen 14:30min kein Tor zu werfen! Ein schön anzusehendes Aufbauspiel, sowie das schnelle Umschalten ins Tempospiel sicherten dabei weitere Tore (17:9, 18:10, 19:12, 21:13). Ebenso führte zu diesen Treffern, der in den vorher gegangenen Spielen bemängelte fehlende "letzte" Wille, auch mal dahin zu gehen wo es wehtut. Diesmal teilten die Damen nicht nur regelkonform aus, sondern setzten sich auch unter körperlicher Bedrängnis mit einem erfolgreichen Torabschluss durch!

"Als die Nervosität dann weg war", konnte sich auch Neuzugang Imke Hogrefe auf der Platte auszeichnen und stellte ihren Hammer mit sehenswerten Distanztoren unter Beweis (22:15 - 50. Minute). "Mehr davon", lautete die klare Forderung von der Bank. Ebenso konnte Hanna mit einem schön strukturierten Spielaufbau auf der Mitte glänzen, um dadurch die Abwehr in Bewegung zu bringen und die eigenen Mitspieler in Szene setzen. Übersicht und das Einleiten von Toren sind daher im mannschaftsdienlichen Spiel genau so viel wert, wie das eigene Netzen!

Letztlich konnte das Spiel verdientermaßen mit 26:17 nach Hause gebracht werden, um somit zwei weitere sehr wichtige Punkte zu sichern. Erfreulich ist vor allem, dass diesmal alle Forderungen und Zielsetzungen in Form von Willensstärke und Zielgenauigkeit beim Torabschluss umgesetzt worden (bitte bis zum nächsten Spiel nicht vergessen!!!).

Festzuhalten bleibt, dass die Marburger Damen mit einer souveränen Mannschaftsleistung aller beteiligten Akteure das (bisher) beste Saisonspiel abliefern. Mit einer solchen Leistung beweist die Mannschaft, dass man sich auch nach dem Aufstieg vor keinem Gegner verstecken muss. Wenn man sich nicht selbst das Leben unnötig schwer macht, besteht auch weiterhin bei den kommenden schweren Auswärtsspielen eine gute Chance, erneut zu punkten und dem Tabellenführer auf den Fersen zu bleiben. Weiter so Mädels!

Für die HSG spielten: Stefanie Quent (36 Paraden), Malena Götte (6), Anna Sikeler (5), Imke Hogrefe (4), Kerstin Aumann (2), Patricia Klotz (2), Anja Kraft (2), Johanna Schneider (1), Sarah Voßmeier (1), Vanessa Kuhl (1), Miriam Grabarits (1), Friedi Lieb (1), Hanna Battenfeld, Jenny Madubuko.

Marc Hampel (Trainer Damen), HSG Marburg/Cappel

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