TV Biedenkopf - HSG Marburg/Cappel Frauen 8:24 (3:14)

Zwei Endspiele bis zur möglichen Meisterschaft!

Im drittletzten Spiel der laufenden Saison, reiste der Tabellenführer zum TV Biedenkopf. Obwohl ein Blick auf die Tabelle rein formal ein Spiel des Ersten beim Letzten anzeigte, so hat man es in der letzten Zeit von Seiten der HSG zu oft erlebt, dass man das eigene Potenzial sehr zurückschraubte und sich dem Spiel des Gegners anpasste. Davor war auch in diesem Spiel von Seiten der Bank gewarnt worden. Das eigene Spiel müsse entfaltet werden und die zuvor im Training verschärfte Arbeit am Torerfolg, müsse nun auch auf der Platte endlich wieder vermehrt Früchte tragen.
Der Beginn der Partie, wird jedoch genau durch das angesprochene Unterschätzen des Gegners folgerichtig mit dem 0:1 bestraft. Nach nur 25 Sekunden und einer passiven Marburger Abwehr konnte sich Biedenkopf mit dem ersten Treffer belohnen. Auf der Gegenseite wurde der lässige Abschluss einer Torchance, ohne dass man diesen durch einen explosiven Absprung unterstützte, um die Bewegung der Torhüterin auszuschauen, nicht in etwas zählbares verwandelt und auch der Nachwurf konnte nicht genetzt werden.

Nach 2:40min begann dann jedoch die HSG mitzuspielen und erzielte das 1:1. In der Abwehr langte man nun endlich hin und die Deckungsreihe machte ab diesem Zeitpunkt das gesamte Spiel eine gute Figur, indem jedes Betreten des 9m-Raumes körperbetont unterbunden wurde. Nach 6:20min konnte dann eine Führung von 4:1 verzeichnet werden. Das Spiel entwickelte sich für Marburg zu einem reinen Abwehrkampf, da eigene Abschlüsse entweder durch Tempos verwandelt werden konnten oder der Spielaufbau meist nicht länger als 20 Sekunden brauchte um eine effektive Lücke zu erzwingen.
Nach knapp 20 Spielminuten betrug der Spielstand daher 10:2 für die Gäste aus Marburg. In diesem Spiel entschloss sich Marburgs Trainer für den ungewöhnlichen Blockwechsel, d.h. die gesamte Mannschaft wurde nach gut 15 Minuten jeweils ausgewechselt, um jeweilige Spielanteile dem gesamten Kader ermöglichen zu können. Der Torhunger war in der ersten Halbzeit noch nicht gestillt und mit dem Spielstand von 14:3 begab man sich in die Kabine. Sicherlich mag es für den ein oder anderen an Haarspalterei grenzen, bei einem solchen Ergebnis Kritikpunkte zu suchen und auch noch zu finden, im Hinblick auf die letzten beiden Endspiele der Saison muss dies jedoch gewährt sein dürfen.
Zurück aus der Kabine, hatte sich die Mannschaft selbst das Ziel gesetzt noch einmal mehr Tore als in der ersten Halbzeit zu werfen. Dies wäre sicherlich auch möglich gewesen da man, wenn auch nicht viele, doch noch die ein oder andere Chance mehr hätte verwerten können. Die zweite Halbzeit war jedoch leider nicht mehr so schön anzusehen wie die erste. Aufgebaute Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt bzw. wurden überhastet abgeschnitten, im Irrglauben man müsse nun die Tore erzwingen und technische Fehler häuften sich (16:4, 18:5, 19:6). Hierbei hätten die im Training eingeübten Sequenzen noch energischer verfolgt und in der Spielpraxis auf ihre Tauglichkeit geprüft werden können. Dies kann die Mannschaft, wie schon oft in den schwierigen Topspielen mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt, deutlich besser. Zwar hat man sich dem Spiel der Gastgeber nicht angepasst, aber das Aufzwingen des eigenen Könnens fand nur sporadisch statt.
Das Spiel konnte letztendlich mit 24:8 für die HSG entschieden werden (20:7, 21:8, 23:8). Am kommenden Wochenende spielt die HSG, im vorletzten Spiel der Runde, auswärts bei den Gastgebern des TV Buchenau. Ein weiterer angepeilter Sieg, soll das Meisterschaftsfinale vor heimischer Kulisse gegen Gladenbach am 16.03.13 einläuten.

Für die HSG spielten: Stefanie Quent (16 Paraden), Eva Matick (6), Malena Götte (6), Friederike Lieb (4),  Jenny Madubuko (3), Vanessa Kuhl (2), Maren Lünter (1), Sarah Voßmeier (1), Anja Kraft (1), Nora Schilke, Patricia Klotz, Jasmin Kramer, Johanna Schneider, Yasemin Sasmaz

Marc Hampel (Trainer Damen), HSG Marburg/Cappel

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