HSG Marburg/Cappel Frauen II - HSG Großen-Buseck/Beuern 18:23 (11:8)

Chancenverwertung verhindert Sieg.

Am 04.03.2012 stand für die Damen II das nächste Heimspiel auf dem Plan und man erwartete die Gäste der HSG Großen-Buseck/Beuern. Nach drei Siegen in Folge, hatte sich die Mannschaft Großes vorgenommen und so lautete das gesteckte Ziel, nicht nur durch einen Sieg vor den direkten Konkurrenten zu rutschen, sondern auch über das Torverhältnis sich auf Platz 4 zu setzen. Im Bewusstsein dieser Möglichkeit sollte das Spiel angegangen werden. Vorwegzunehmen ist an dieser Stelle, dass eine erfolgreiche Umsetzung dieser Vorsätze an diesem Spieltag nicht gelang. Daher besteht weiterhin die Notwendigkeit, in den zwei letzten schweren Saisonspielen Punkte zu erzielen.
Das Spiel begann mit den Schwachpunkten, die man zuvor unbedingt vermeiden wollte. Ohne ein richtiges Durchspielen bzw. den dazu notwendigen Druck, schloss man bereits im ersten Angriff überhastet ab und verpasste die moralische Stütze, das Spiel mit einer Führung beginnen zu können. Auf der anderen Seiten nutzten die Gäste ihren Angriff, in dem Busecks Rechtsaußen das 0:1 erzielte. Dieser Treffer gelang lediglich durch Mithilfe Steffis die über den flachen Ball hinwegsprang. Ansonsten blieb die Marbuger Torfrau auch an diesem Spieltag überwiegend fehlerfrei, vermisste jedoch schmerzlich aktiv blockende Abwehrspielerinnen. Nach zwei Spielminuten gelang es Vanessa durch den ersten 7m im Spiel zum 1:1 auszugleichen. Zurück im Abwehrblock gelang es zu dieser Zeit einfach nicht, die guten Vorsätze auf der Platte zu verwirklichen. So gelang es den im Vergleich klein gewachsenen Gästen, mit sehr präzisen Schlagwürfen 1:2 in Führung zu gehen. In diesen Spielminuten agierte Buseck konsequenter und belohnte sich durch die umschaltende Marbuger Abwehr und einen Abpraller mit dem Spielstand 1:3. Der Marbuger Angriff zeigte zunächst weiterhin weder Gefährlichkeit noch Wirkung und Schlagwürfe wurden durch die Torfrau der Gäste gefangen. Buseck agierte tendenziell aufgeweckter und der Elan der letzten drei Spiele von Seiten Marburgs, schien noch nicht auf das Spiel übergesprungen zu sein. Daraus resultierte das 1:4 sowie das 1:5 nach 8:30min Spielzeit.
Es erfolgte die erste Auszeit von Seiten Marburgs in der deutlich formuliert wurde, dass dieser Fehlstart bereits in den kommenden Minuten das gesamte Spiel kosten könne. Gemeinsam resultierte die Formulierung des Neubeginns und die Einstellung "jetzt erst recht". An dieser Stelle erlebte man dann bis zum Ende der ersten Halbzeit die Mannschaft, welche die letzten Spiel mit +7,10,12 Toren gewonnen hatte. So verkürzte erneut Vanessa durch einen schön erkämpften 7m zum 2:5. Nach 10:30min verkürzte Maren zum 3:5. Auch Eva erwachte zur bekannten Distanzstärke und verkürzte auf 4:5. Das 5:6 erreichte man in der 15. Minute. Das kämpferisch verdiente 6:6 erlangte man dann eine Minute darauf in der 16. Spielminute. Die Abwehr stand in dieser Phase des Spiels vorbildlich und so zwang man die Gäste durch cleveres Verschieben die Distanzwürfe lediglich neben oder über den Kasten zu setzen. Vorne heraus wurden Chancen deutlicher genutzt und es gelang erstmal in Minute siebzehn 7:6 in Führung zu gehen. Drei Minuten später konnte man sich bereits zwei Tore absetzen, die Gäste verkürzten jedoch wieder zum 8:8. Die letzten fünfeinhalb Minuten der ersten Halbzeit nutzte man nochmals konsequent um sich mit drei Toren zur Halbzeit abzusetzen (11:8).

Zurück aus der Kabine war allen Spielerinnen klar, dass hier kein Einbruch des Gegners erwartet werden kann, so dass lediglich gute weitere dreißig Minuten zu einem möglichen Punktgewinn führen können. Ein schönes Kreuz von Jenny und Esther leitete den erneuten Spielbeginn ein und es gelang der zwischenzeitliche Spielstand von 12:8. Unachtsamkeit, Bequemlichkeit und ein starker Gegner verkürzte jedoch direkt wieder zum 12:11. Durch Spielzüge konnte man dann wieder den Vorsprung auf zwei Tore (14:12) ausbauen. Wieder gelang es den Marbugerinnen sich mit drei Toren abzusetzen (15:12).
Es erfolgte jedoch die spielentscheidende Phase, in denen es den Gästen gelang das Spiel für sich zu drehen. Marburg scheiterte im Angriff an der bis dahin warmgeschossenen Gästetorhüterin und agierte gegen die Sprungwürfe der Rückraumspielerinnen zu passiv, so dass diese mit 15:16 die Führung an sich reißen konnten. Mit vergebenen Siebenmeter, zwei mal Aluminium hintereinander und dem Auslassen deutlicher Chancen standen sich die Marbuger Damen selbst im Weg und vereinfachten Buseck den routinierten Spielablauf (15:17; 16:17; 16:19; 17:19).
Letztlich gelang es den Gästen das Spiel mit 18:23 für sich zu entscheiden. Festzuhalten bleibt, dass nach einem schwachen Beginn eine bemerkenswerte Leistungssteigerung der Marbuger Damen festzustellen war. Dieser an diesem Spieltag leider nur temporär vorhandene Kampfgeist und Entschlossenheit führte die Spieltage zuvor, über 60 Minuten aufrecht erhalten, zu den jeweiligen Erfolgen. In Anbetracht dessen sowie durch ein Abrufen dieser Fähigkeiten bis zum Schluss, wäre ein Sieg durchaus möglich gewesen. Jedoch zeigt vor allem der Vergleich der geworfenen Tore pro Halbzeit, wieso die Gäste verdient gewonnen haben (HSG: 1. HZ  -> 11; 2. HZ -> 7 // Buseck: 1. HZ -> 8; 2. HZ -> 15). Dieses Verhältnis zeigt sehr deutlich, dass die vorhandene Torgefährlichkeit effektiver genutzt und belohnt werden muss, um solche Spiele nicht nur gegen Ende spannend zu gestalten, sondern auch für sich entscheiden zu können.
Daher gilt es dieses Spiel abzuhaken und sich in den letzten zwei Saisonspielen gegen die Tabellenzweiten und -dritten wieder an den durchgehend starken Leistungen der letzten drei gewonnen Spiele zu orientieren. Dennoch besteht auch hier die klare Möglichkeit sich in diesen Spielen mit Punkten zu belohnen, erfordert aber konzentrierte Leistungen aller Spielerinnen über die gesamte Spielzeit.

Für die HSG spielten:
Stefanie Quent (15 Paraden), Marta Lemanczyk, Maren Witschel (4), Jenny Madubuko (4), Esther Madubuko (3), Eva Matick (3), Vanessa Kuhl (3), Patricia Klotz (1), Yvonne Kramer, Miriam Grabarits, Sarah Voßmeier, Miriam Jäger.

Marc Hampel (Trainer Damen II), HSG Marburg/Cappel

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