VfB Driedorf - HSG Marburg/Cappel Frauen II 11:23 (7:8)

Dritter Sieg in Folge!

Am 25.02.2012 war es wieder soweit und die zweite Damen der HSG Marburg/Cappel machte sich auf den weiten Weg zum Auswärtsspiel gegen den VfB Driedorf. Obwohl Driedorf zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzer war, wurde das Spiel von Seiten Marburgs, als ein weiteres entscheidendes Endspiel wahrgenommen. Nicht zuletzt wegen der guten Leistungen seitens der Gastgeber gegen die Tabellenspitze, gegen die sie mit nur einem Tor verloren. Mehr noch galt es sich erstmals ohne drei Rückraumschützen zu beweisen, welche in den letzten Spielen immer einen Rückhalt und Torgarantie boten. So konnten Esther und Jenny durch private Gründe nicht am Spiel teilnehmen und Sirka die sich zur Zeit in den USA befindet, stand der Mannschaft ebenso nicht zur Verfügung. Dennoch nahm man die Reise von 1:10Std Fahrzeit auf sich und stachelte sich mit Hilfe der von Patricia erbrachten Motivationsrede an. An dieser Stelle gilt nochmal ein besonderer Dank an Michelle, die trotz anstehender Abiturklausuren die Mannschaft tatkräftig unterstützte.

Zu Beginn des Spiels zeigte sich direkt die Befürchtung seitens des Trainers der Marbuger Gäste, in dem man direkt 0:1 in Rückstand geriet. Die Rechtsaußen spielende Linkshänderin von Seiten Driedorfs nutzte die Gelegenheit Torfrau Steffi zu überwinden, da diese vom Pfosten wegsprang. Der Gegenzug sollte mit einem sofortigen Anschlusstreffer beantwortet werden, bei der die sonst so treffsichere Vanessa sich jedoch für die kurze Ecke entschied und dadurch an der Torfrau scheiterte. Die Gastgeber wiederum nutzten ihren Angriff konsequent zum 0:2. Auch dabei lag es weniger am präzisen Wurf der Angreiferin, sondern an der Mithilfe der Marbuger Torfrau. Dies bleibt jedoch an diesem Spieltag ihr einziger kleiner Kritikpunkt des gesamten Spiels, da sie nach der 5. Minute überragende 23(!) Paraden zeigte und wie so oft einen entscheidenden mannschaftsstützenden Rückhalt bieten konnte.
In der achten Spielminute betrug der Spielstand dann 1:2. Die wirkliche Gefahr der Marbuger Spielerinnen konnte sich bis dahin jedoch noch nicht entfalten, da man noch zu wenig Torgefahr aus dem Rückraum ausstrahlte und die Abwehr daher nicht aktiv reagieren musste. Lediglich die Wege im 1gg1 durch schöne individuelle und technisch saubere Aktionen, konnten zu Torchancen und Erfolgen führen. Dabei zeigte sich jedoch auch die Wirkung der Driedorfer Abwehr, welche diese Aktionen oftmals gut im Griff hatte. Nach zehn gespielten Minuten lag man noch mit einem Tor hinten bei einem Spielstand von 2:3.
Dann jedoch begann eine Phase in der man sich vom angepassten Spiel der Gäste löste und selbst Initiative ergriff. Diese führte zum 5:4 in der 18. Spielminute. Konsequent fortgeführt erzielte man dadurch das 6:4 (19. Min.), 7:4 (20. Min) und das 8:4. Die vier Tore Führung hatte jedoch die Folge, dass sich Unkonzentriertheiten einschlichen und führte damit zum größten Kritikpunkt dieses Spieltages. Insgesamt spielte die Marbuger Mannschaft 8 Minuten in Unterzahl von denen keine Zeitstrafe notwendig gewesen wäre. So befand man sich nach einer Auszeit der Gastgeber mit 7 Spielerinnen und Torfrau auf dem Feld und erlangte dadurch zwei Minuten. Mehr noch ergatterte man durch Meckern und den Ball wegwerfen Zeitstrafen, welche unnötig waren. An dieser Stelle müssen jedoch auch einige Entscheidungen des jungen Unparteiischen, von Seiten des Trainers angezweifelt werden.
Dennoch waren diese Strafen für die verbleibenden Feldspielerinnen ein weiterer Ansporn was zur Folge hatte, dass man noch effektiver in Unterzahl arbeitete, überaus konsequent verschob und im Angriff sich mit schönen Treffern belohnte.
Der Halbzeitstand betrug somit 8:7 und es bahnte sich bereits dort eine kämperische zweite Halbzeit an. In der Kabine wurde die Spannung für die kommenden dreißig Minuten wieder einmal aufrecht erhalten und so startete die zweite Halbzeit durch einen effizienten Angriff und dem daraus resultierenden 10:7. Die zuvor bemängelte Passivität aus dem Rückraum bekämpfte Eva mit einem überragenden Sprungwurf von ca. 11m zum 12:7. Es folgten die bereits angesprochenen 2 Minuten Strafen im Doppelpack, so dass es den Gastgebern gelang auf 12:10 zu verkürzen.

 

Dann jedoch sollte das Spiel welches bis dahin geboten wurde, einen immensen Wandel erfahren. Die Damen der HSG legten den Turbo ein und erkämpfen sich in Überzahl erstmals eine fünf Tore Führung zum 15:10. Die Abwehr von Driedorf war zu diesem Zeitpunkt nur in der Lage durch herausrücken dem starken Rückraum entgegenzuwirken, wobei die Marbuger Damen dann das Auge für die Mitspieler und ihre Kreisläuferkolleginnen zeigten. Überwiegend nur noch durch regelwidrige Aktionen ließen sich die Marbuger Spielerinnen stoppen. Es folgte das 16:10 in der 44. Spielminute und Eva legte zum 17:10 nach. Erstmals gelang es in der 48. Minute sich mit 10 Toren Vorsprung abzusetzen, beim Spielstand von 20:10. Der Endstand nach 60 Minuten betrug 23:11, wobei dieser durch eine herausragende zweite Halbzeit der Marburgerinnen verdient verzeichnet werden konnte. Wieder einmal lässt sich dieser durchaus deutliche Sieg nur durch eine geschlossene Mannschaftsleistung erzielen, bei dem man trotz einiger kassierter blauer Flecken, weiterhin bis zur letzten Minute kämpfte, um diesen Arbeitssieg verbuchen zu können. Auf diesen guten Leistungen will man daher beim kommenden Heimspiel aufbauen und weiterhin attraktiven Handball bieten. Über zahlreiche Zuschauer würden wir uns daher sehr freuen.

Für die HSG spielten:
Stefanie Quent (23 Paraden), Maren Witschel (7), Eva Matick (5), Patricia Klotz (5), Vanessa Kuhl (3), Sarah Voßmeier (2), Yvonne Kramer (1), Yasemin Sasmaz, Miriam Jäger, Michelle Biere, Miriam Grabarits.

Marc Hampel (Trainer Damen II), HSG Marburg/Cappel

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