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HSG Marburg/Cappel - TSG Leihgestern III 20:16 (10:5)

Und täglich grüßt…

Manche Saisonspiele verlaufen nach einem immer wiederkehrenden Muster. Dies zeigte sich auch am vergangenen Wochenende, als die Damen der HSG die Gäste der TSG Leihgestern III in eigener Halle empfingen. Die Marburgerinnen waren um Wiedergutmachung bemüht, da man das Hinspiel mit 26:17 auswärts verlor. Irritiert nahm die Marburger Bank zur Kenntnis, dass die Gäste ohne eine Auswechselspielerin anreisten. Dennoch war Vorsicht geboten, weil diese Mannschaft unter taktischen Gesichtspunkten dem Trainer unbekannt war, da das Hinspiel noch unter Leitung des damaligen Vorgängers bestritten wurde.

Müsste das Spiel in wenigen Stichworten zusammengefasst werden, so wiederholt sich wieder einmal der Lauf der Dinge: "Bombenabwehr", klasse Vorbereitung im Angriff mit teils grausamen Abschlüssen die in unzähligen "Fahrkarten" endeten, beeindruckendes Tempospiel, zu wenig einfache Tore aus dem Rückraum und eine teils sehr fragwürdige Leitung des Unparteiischen.

Der Beginn des Spiels verlief zunächst nach Marburger Plan. Nach üblicher Einspielzeit und dem sich Abtasten beider Mannschaft, konnte sich Marburg bereits mit einer guten Hand voll Toren, einen Vorsprung erarbeiten. Bis dahin gut gearbeitet, sowohl in der Abwehr oder auch durch ein gelungenes Tempospiel, hielten sich die Gäste durch einfache aber effektive Kombinationen über den Kreis im Spiel. Beim 10:4 für die in Gelb agierenden Marburgerinnen, war die erste "halbe" Matchballchance gegeben, um durch weitere Treffer einen moralischen Bruch der Gegner zu erzwingen. Das Gegenteil erfolgte. Während Leihgestern noch einen Treffer erzielte, plätscherte das Spiel der bis dahin weitestgehend konzentrierten Truppe so dahin, im Trugschluss 5-6 Tore seien im Handball ein komfortabler Vorsprung. Mit 10:5 ging es dann in die Pause. Keineswegs lässt sich bis abstreiten, dass es einer unglaublich starken Abwehr sowie einer dazu passend agierenden Torfrau zuzuschreiben war, dass die Gäste lediglich 5 Treffer in 30 Minuten erzielen konnten. Umgekehrt bleibt es absolut inakzeptabel, wieder einmal gemessen am eigentlichen Potenzial, dass nur 10 eigene Treffer verbucht werden konnten!

Zurück aus der Kabine zeigte sich eine ähnliche Leistung wie in der ersten Halbzeit. Die Abwehr wurde noch stärker, auch wenn den Gästen in der zweiten Halbzeit deutlich mehr Treffer gelangen. Dies zeigte sich vor allem durch Johannas körperbetont-zupackendes Abwehrverhalten gegen die stärkste Spielerin der Gäste, die dadurch jedoch kaum zum Zug kam. Ebenso verteidigte Anja auf der "1" strukturiert und mit dem notwendigen Köpfchen. Der Angriff überzeugte jedoch lediglich im schnellen Umschalten nach Gegentoren bzw. mit einer gut aufgelegten Judith und ihrem "einfachen" (aber bei Marburg kaum gesehenen) Druck in die Lücken und dem Biss eine Bude zu erzielen. Die allgemeine Abschlussschwäche zeigte sich vor allem auch knallhart an der Bilanz der 7m Ausbeute im Verhältnis von 1/5.

Dementsprechend betrug der Vorsprung zeitweise lediglich zwei Tore. Durch Nutzen der eigenen Chancen könnte im vorangegangenen Satz dementsprechend "zwei" durch "zweistellig" ausgewechselt werden, da vor allem zu bedenken ist, dass die Gäste den Marburgern mit 6 Spielerinnen teils das Leben schwer machten. Letztlich konnte das Spiel verdient mit 20:16 gewonnen werden. Dies ist selbstverständlich ein sehr erfreulicher Erfolg, dennoch hat die Marburger Mannschaft ein noch höheres, mögliches Ziel vor Augen und muss sich daher an bereits gezeigten (besseren) Leistungen messen lassen, da man sich diese "Ups and Downs" im baldigen Aufeinandertreffen mit dem Tabellenersten nicht leisten kann, um eine Revanche erfolgreich zu gestalten.

Am kommenden Wochenende muss die HSG auswärts zum Rückspiel gegen Wettenberg II, die vor allem durch ihren Sieg gegen den Tabellenersten durchaus als schwieriger Gegner eingestuft werden müssen. Es sollen jedoch auch hier, durch die Rückbesinnung auf einen torgefährlichen Angriff der Marburgerinnen, weitere Punkte im Kampf um die Meisterschaft errungen werden!

Für die HSG spielten: Stefanie Quent (11 Paraden), Imke Hogrefe (5), Judith Krekeler (4), Vanessa Kuhl (4), Malena Götte (3), Anja Kraft (1), Miriam Grabarits (1), Nora Schilke (1), Kira Hanke (1), Johanna Schneider, Patricia Klotz, Sarah Voßmeier, Anna Sikeler, Jasmin Kramer.

Marc Hampel (Trainer Damen), HSG Marburg/Cappel

HSG Marburg/Cappel - SV Stockhausen 37:30 (21:17)


Nachdem die HSG Marburg/Cappel im Kampf um die Tabellenspitze Neustadt den Vorrang lassen musste, lautete das Ziel für Samstag den zweiten Platz zu sichern. Mit Stockhausen kam der Tabellennachbar und direkte Konkurrent im Kampf um den zweiten Rang nach Cappel.
Im Hinspiel hatte Marburg eine schwache Leistung gezeigt und in Stockhausen mit 20:22 verloren. Angestrebt wurde daher ein Sieg mit mehr als zwei Toren, um auch im direkten Vergleich die Nase vorn zu haben.

Marburg/Cappel startete verhalten ins Spiel. Bis zum 7:7 verlief das Spiel ausgeglichen, Mitte der ersten Halbzeit lag Stockhausen dann sogar mit drei Toren in Führung (8:11). Besonders den halblinken Stockhausener Andre Kuhl bekam die HSG-Abwehr zu diesem Zeitpunkt nur schwer in den Griff. Während Marburg sich vorne die Tore hart erarbeiten musste, kassierte man hinten zu oft leichte Tore und leistete sich auch unnötige technische Fehler. Während der letzten zehn Minuten der ersten Hälfte wendete sich dann allerdings das Blatt. Die HSG konnte über 13:13 mit 21:17 zur Halbzeit in Führung gehen. In dem aggressiv geführten Spiel bekam Marburg viele Gelegenheiten zum Überzahlspiel und einige Siebenmeter, die von Sam Imani allesamt verwandelt wurde.
In der zweiten Halbzeit zog Marburg dann weiter davon, vor allem der Rückraum um Ole Ackermann, Sam Imani, Lars Jacob und Julian Barabas setzte sich ein ums andere mal durch und die HSG zog auf 29:21 davon.
In den letzten Minuten wurde der Vorsprung dann verwaltet und sicher ins Ziel gebracht.

Insgesamt siegte die HSG verdient im direkten Kampf um Platz zwei. Während man mit der gezeigten Angriffsleistung zufrieden sein kann, zeigte sich aber im Abwehrbereich noch Optimierungsbedarf, woran man in den nächsten Wochen arbeiten kann.

Für die HSG Marburg/Cappel spielten: Fabian Busse, Paul Mengel; Sam Imani (10/4), Lars Jacob (7), Julian Barabas (6), Ole Ackermann (6), Henning Dippel (4), Johan Grede (2), Alex Schuhmann (1), Christian Rottmann, Valentin Farnung

HSG Nordeck-W./All./Lon. II - HSG Marburg/Cappel II 24:32 (13:18)

Die HSG Marburg/Cappel setzte sich beim Tabellen-Schlusslicht mit dem Zungenbrecher-Namen HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf II verdient mit 32:24 durch. Die Gäste spielten von Anfang bis Ende einen soliden Handball und erarbeiteten sich den verdienten Sieg. Marburg/Cappel dominierte und kontrollierte das Spiel von Anfang an und konnte sich zur Halbzeit mit 18:13 absetzten. In der zweiten Halbzeit nahmen aufgrund der nachlassenden Kondition der Heimmannschaft die einfachen Tore zu, doch wurde die Situation auch durch einige einfache Ballverluste und individuelle Fehler neutralisiert.
Insgesamt kann man das Spiel unter einem Arbeitssieg abhaken und muss sich nun auf den direkten Konkurrenten im nächsten Spiel vorbereiten. Erfolgreichster Schütze der HSG war der Team-Kapitän Henning Dippel mit 8 Toren.
(lj)

Für die HSG-Marburg/Cappel spielten: Fabian Busse; Henning Dippel (8), Julian Ingenbleek (5), Florian Altegoer (4), Lars Jacob (4), Sam Imani (3/2), Max Kieckbusch (3), Julian Barabas (2), Johann Grede (2), Alex Schuhmann (1), Arne Ackermann, Valentin Farnung

Am Samstag, 08. Februar, wartet auf die HSG ein wichtiges Spiel. Der direkte Tabellennachbar SV Stockhausen ist zu Gast in Cappel. Es geht im direkten Duell um den zweiten Tabellenplatz. Anpfiff ist um 18 Uhr.

TV Burgsolms - HSG Marburg/Cappel 22:27 (12:16)

Auswärtssieg beim Tabellendritten!

Es gibt Auswärtssiege über die sich Mannschaft und Trainer besonders freuen. Einen solchen erlebte die HSG am vergangenen Wochenende beim Gastgeber des TV Burgsolms. Die komplette Halle stand geschlossen gegen die Gastmannschaft, die Zuschauer äußerten sich ungläubig und abwertend wie der Gästetrainer teils mit seiner Mannschaft kommunizierte, gar schrie, jedoch im Unwissen darüber, dass diese phasenweise auf absoluter Sparflamme agierte und ihr großes Potenzial temporär gekonnt versteckte. Ebenso sind es diese Momente, in denen der gastgebende Zeitnehmer der Auszeit in der 58:20 Minute bei einer Führung von fünf Toren mit den Worten "Nicht dein Ernst?!" begegnet, das Spiel zunächst fünf Sekunden nicht und dann erst nach erneuter freundlicher aber bestimmter Aufforderung unterbricht. Diese Punkte sind es, die sich umso erfreulicher mit nach Hause nehmen lassen - aber von vorn...

Das Spitzenspiel in dem der Tabellenzweite auswärts beim Dritten gastierte, begann bereits mit einem Aufreger. Noch vor Anpfiff wurde auf Grund eines Lochs im Netz, dieses mit Tape um den Pfosten gefestigt, um die Spielfähigkeit des Materials zu wahren. Nach dem Einwerfen war diese Konstruktion jedoch wieder gerissen und trotz Aufforderung des Schiedsrichters geschah bis zum "eigentlichen" 0:1 in dieser Hinsicht nichts mehr. Die in der Anfangsphase gut aufgelegte Rechtsaußen des TV Burgsolms, nahm sich aus einem zunächst unmöglich erscheinenden Winkel den Torwurf und traf, jedoch flog der Ball durch das kaputte Netz und der Schiedsrichter verwehrte das Tor, da die Kugel durch das Netz in Richtung Auslinie flog.

Nach Reparatur und diesem nicht gegebenen Treffer, begann die HSG gestärkt durch Judiths "Motivationstrunk", als Teil der mannschaftlichen Spielansprache, mit ihrem Angriffspiel und erzielte in 50 Sekunden zwei Treffer zum 2:0 bis zur dritten Spielminute. Burgsolms gelang der Anschlusstreffer, doch Malena und Judith erzwangen mit ihren bis dahin insgesamt fünf Toren nach acht Minuten, die erste Auszeit der Gastgeber beim Spielstand von 5:1 für Marburg. Von Seiten der Marburger Bank gab es in dieser Auszeit rein gar nichts zu bemängeln, lediglich dürfe man sich auf diesen vier Toren keinesfalls ausruhen. Es bestand mit dieser schnellen Führung und bei einer weiter fortgeführten Leistung dieser Qualität sogar die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen und sich frühzeitig komfortabel abzusetzen.

Die HSG wäre nun mal nicht eben diese und es folgte was kommen musste. Lediglich drei Minuten danach war Burgsolms auf 5:4 herangerückt. Nach dem ersten Viertel des Spiels konnte Burgsolms noch einmal auf 6:5 verkürzen, ehe die Marburger Damen ihre Qualität erneut unter Beweis stellten. Besonders schön ist dabei hervorzuheben, dass notwendige Verschnaufpausen für die jeweils aktiven Akteure, ohne den Verlust von Leistung gewährt werden können und die Gefährlichkeit durch jede Spielerin im Kader konstant aufrecht erhalten wird - vorausgesetzt alle bleiben gleichermaßen konzentriert!

Nachdem die temporäre Talfahrt abgewendet wurde, zog Marburg durch konsequente Rückraumaktionen auf 11:6 davon. "Halten und Verwalten" sollte zumindest die Devise bis zur Halbzeit lauten. Burgsolms erzielte in der ersten Halbzeit durchaus sehr schöne Treffer, letztlich ließen sich jedoch fast die Hälfte auf eine freundliche Unterstützung Marburgs zurückführen. Oftmals leistete die Abwehr einen wahren Kraftakt, arbeitete 30-60 Sekunden hochkonzentriert, war dann jedoch jeweils kaum zwei Sekunden unaufmerksam und wurde dementsprechend mit Schlagwürfen etc. (folgerichtig) abgestraft. Noch einmal wurde vor der Pause gewechselt und die jeweiligen Akteure setzen mit drei Toren in drei Minuten ihr Können unter Beweis. Somit trennten sich die Mannschaften mit 16:12 (11:8, 12:9, 14:10).

Zurück aus der Kabine sollte die bisherige Leistung fortgesetzt werden, ohne sich selbst durch einfache Gegentore, unnötig das Leben schwer zu machen. Die HSG war wach und angriffslustig und erzielte erneut die ersten beiden Tore der zweiten Halbzeit (18:12). Wieder einmal hatte man sich einen Vorsprung herausgearbeitet und konnte den Deckel frühzeitig zu machen. Aber dies wäre wohl auch zu schön gewesen und es folgte eine erneute und sehr unnötige Talfahrt. Freie Bälle die bis dahin vorbildlich erarbeitet wurden, scheiterten auf den letzten Metern ins Netz bzw. kamen durch technische Fehler gar nicht erst in diese Richtung. So gelang es Burgsolms sich Schritt um Schritt in die Partie zurück zu kämpfen und eine Viertelstunde vor Abpfiff war die Begegnung beim Stand von 21:19 wieder komplett offen (19:14, 20:16, 21:17).

Es lässt sich darüber spekulieren ob die Partie hätte kippen können, doch nach einer 2min-Strafe gegen Marburg und dem darauffolgenden 7m wandelte sich die Partie auf Grund einer erwachenden Marburger Mannschaft und deren sie unterstützenden, pausierenden Spielerinnen auf der Bank. Der Siebenmeter konnte durch eine in dieser Situation bestimmt auftretende Torfrau entschärft werden, während die agierende Unterzahl nicht nur Treffer erzielte, sondern gezwungen war sich aktiver in der Abwehr zu formieren, dabei jedoch einen klasse Job leistete.
Obwohl es zehn Minuten vor Schluss wieder nur zwei Tore Vorsprung zu verbuchen waren, begann der Siegeswille sich nun endgültig durchzusetzen. Durch vier Marburger Treffer konnte der Abstand wieder hergestellt und eine Führung von 26:20 erreicht werden, fünf Minuten vor Ablauf der Zeit. Mit letzten Kräften und einer damit verbundenen Manndeckung, versuchte Burgsolms noch einmal etwas zu unternehmen, letztlich konnte sich die HSG dennoch mit 27:22 im Auswärtskrimi durchsetzen.

Es bleibt daher festzuhalten, dass streckenweise ein sehr attraktiver und schneller Marburger Handball geboten wurde, eine konstante Leistung über mehr als 40 Minuten der Spieldauer jedoch noch verwirklicht werden muss. Dennoch waren wieder einmal Mannschaftsgeist und Wille ein entscheidender Aspekt für diesen sehr wichtigen Auswärtssieg.

Am 08.02.14 empfangen die Damen der HSG dann die Gäste der TSG Leihgestern III und versuchen in diesem Match die auswärts gelassenen Punkte bei diesem Verein, vor eigener Kulisse zu verteidigen! Über zahlreiche Unterstützung freut sich die Mannschaft sehr!

Für die HSG spielten: Stefanie Quent (14 Paraden), Imke Hogrefe (6), Jenny Madubuko (6), Malena Götte (4), Patricia Klotz (3), Kerstin Aumann (3), Judith Krekeler (3), Vanessa Kuhl (1), Anja Kraft (1), Miriam Jäger, Nora Schilke, Anna Sikeler, Sarah Voßmeier, Jasmin Kramer.

Marc Hampel (Trainer Damen), HSG Marburg/Cappel

HSG Marburg/Cappel – VfL Neustadt 31:37 (14:20)

"Unsere Mannschaft hat nicht enttäuscht, aber bei Neustadt war die Entschlossenheit ausgeprägter", sagte Marburgs Co-Trainer Bernd Portjanow. Nach dem 19:21 (40.) verpasste es Marburg, in Überzahl das Spiel zu drehen, und der VfL gewann letztlich verdient.

Für die HSG Marburg/Cappel spielten: Fabian Busse, Paul Mengel; Christian Rottmann (8), Sam Imani (7/4), Lars Jacob (4), Florian Altegoer, Henning Dippel, Julian Ingenbleek (je 3), Arne Ackermann (2), Johann Grede (1), Alex Schuhmann, Valentin Farnung, Max Kiekbusch

VfB Driedorf - HSG Marburg/Cappel 18:24 (6:13)

Starke Abwehr- und Torwartleistung als Basis für den Auswärtssieg

Für die HSG Marburg/Cappel bot sich beim Auswärtsspiel beim VfB Driedorf die Möglichkeit den zweiten Tabellenplatz zurückzuerobern. Da der SV Stockhausen am Samstag zu Hause gegen den TV Erda verloren hatte, wurden für dieses Vorhaben zwei Punkte benötigt.

Marburg begann sehr konzentriert und ging schnell und deutlich in Führung. Nach wenigen Minuten lagen die Mittelhessen bereits mit 5:1 in Führung. Basis der starken Leistung in der ersten Hälfte war die Abwehr, die sehr stabil stand sowie ein schier unüberwindbarer Fabian Busse im Tor. Bis zur Halbzeitpause lies die HSG nur sechs Gegentore zu und lag mit 13:6 in Führung.

In Hälfte zwei konnte die HSG direkt an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. Aufgrund teilweise recht unbeholfener Abwehraktionen der Westerwälder ergab sich für die HSG mehrmals die Chance zu einfachen Toren im Überzahlspiel, die auch gut genutzt wurden. Nach 50 Minuten betrug der Vorsprung bereits elf Tore (23:12). Die letzten 10 Minuten wurde dann vom Trainerduo Schulz/Portjanow viel durchgewechselt und die Marburger ließen die Zügel etwas schleifen. So konnte Driedorf nach dem 13:23 noch fünf Tore erzielen. Mit dem Endstand von 24:18 und vor allem der gezeigten Leistung kann die HSG aber durchaus zufrieden sein.

Mit dem zurückeroberten zweiten Tabellenplatz kommt es nun am nächsten Samstag zu einem echten Spitzenspiel, wenn der bisher ungeschlagene VfL Neustadt in Cappel antreten wird. Gegen Neustadt wird vor allem die Abwehrleistung ausschlaggebend sein, und diese lässt das Team nach dem Sieg optimistisch in die Trainingswoche vor dem Spitzenspiel gehen.
Das Spiel gegen Neustadt wird am Samstag (25.01.) um 18 Uhr angepfiffen. Die Mannschaft setzt auch auf die Unterstützung der Zuschauer, um mit einem Sieg die Chance auf die Meisterschaft zu wahren.

Für die HSG spielten: Fabian Busse, Paul Mengel; Christian Rottman (5/2), Lars Jacob (5), Julian Ingenbleek (3), Sam Imani (2/1), Johan Grede (2), Alex Schuhmann (2), Valentin Farnung (2), Arne Ackermann (2), Henning Dippel (1), Florian Altegoer, Max Kiekbusch, Nils Brusius

HSG Marburg/Cappel Frauen - TG Friedberg 23:13 (11:6)

Leistungskurve steigt mit Spielverlauf!

Zum Rückrundenauftakt empfingen die Damen der HSG Marburg/Cappel die Gäste der TG Friedberg. Seit einer Woche ackerten die Damen wieder energisch in den Einheiten und so wollte man mit einem bewegungsfreudigen Handball und dem ein oder anderen im Training besiegten Weihnachtsplätzchen, das erste Spiel in 2014 erfolgreich bestreiten.

Die Partie begann zunächst auf beiden Seiten noch etwas verhalten, so dass die ersten fünf Minuten torlos verstrichen. Der temporäre Winterschlaf wurde dann jedoch nach 5:25min gebrochen, als Imke zum 1:0 traf. Nur eine Minute später erhöhte Vanessa zum 2:0 und bot der doch gut gefüllten Halle, in den kommenden sechs Minuten, insgesamt drei sehr schöne Treffer von außen an. Bis zur 20. Spielminute konnte sich Marburg jedoch nicht vom Gegner lösen (2:1, 3:3, 5:5).

Marburg zeigte bis dahin einen akzeptables Spiel, begann jedoch erst in den kommenden Phase sich an die gesetzte Taktik zu halten, was den Spielverlauf folgerichtig drehte. Durch viel Bewegung aller Marburgerinnen, sowie dem notwendigen Blick für die freie Mitspielerin, gekoppelt mit präzisen Pässen, konnten Kerstin, Malena und Jenny jeweils zum Doppelschlag ansetzen und mindestens zwei Tore hintereinander werfen (6:5, 10:5). Nachdem in der Abwehr noch kleine Verbesserungen vorgenommen wurden, stand diese nochmals kompakter, ließ kaum das gegnerische Spiel zu und bestrafte die Friedberger Fehler im schnellen Umschaltspiel.

Dementsprechend konnte man mit einer Führung von fünf Toren und dem Spielstand von 11:6 in die Kabine gehen. Dabei ist festzuhalten, dass diese Führung sogar noch hätte höher ausfallen können, die Leistung des Unparteiischen ließ auf beiden Seiten jedoch mehr als zu wünschen übrig. Insgesamt ein Siebenmeter pro Team und keine Zeitstrafe im kompletten Spielverlauf, sprechen eine deutliche Sprache und vermehrte Schiedsrichterbeobachtungen wären bei solchen Begegnungen durchaus wünschenswert.

Zurück aus der Pause begannen die in Gelb spielenden Gastgeberinnen mit einer weiter ansteigenden Leistung. Dabei machte sich schnell bemerkbar, dass alle der eingesetzten Marburger Spielerinnen sehr wach und konzentriert agierte. Jede trug auf ihrem "Spezialgebiet" in Abwehr oder Angriff einen wesentlichen Teil zur Stabilität des Spielverlaufs bei, so dass nach 35min erstmals eine Führung von acht Toren erzielt werden konnte (12:6, 14:7, 16:8).

Dabei konnte nun vor allem der Rückraum seine Stärken zeigen, begünstigt durch eine gute Bewegung am Kreis und Außen die das Spiel breit machten. Verärgert über keinen Treffer in der ersten Halbzeit, erzielte Kira in dieser Phase vier Tore hintereinander, innerhalb von 2:40min. Als der Rückraum wiederum seine Gefährlichkeit unter Beweis stellte, war Friedbergs Deckung teils überfordert und gezwungen früher zu reagieren. Auch hierbei zeigten die Damen wiederum den richtigen Riecher und folgerichtig konnte sich noch einmal Malena am Kreis mit zwei Treffern in 40 Sekunden auszeichnen (17:9, 19:10, 23:10).

Bei einer Führung von 13 Toren, nahm Marburg dann zehn Minuten vor Schluss das bis dahin überragende Tempo heraus und beschränkte sich weitestgehend auf das Verwalten des Spielstandes bzw. traf nur noch den Pfosten. Dennoch kann dieses Zurückschalten von der Marburger Bank ohne größere Kritik akzeptiert werden, da in der Abwehr weiterhin eine enorme Leistung vollbracht wurde und dreizehn Gegentore in einem Spiel diese Kraftleistung nochmals unterstreichen.

Letztlich konnte die Partie verdient mit 23:13 gewonnen werden. Somit beginnt das Jahr mit 18:4 Punkten auf dem Konto und einer Tordifferenz von +70. Dennoch kann sich die Mannschaft auf der sehr guten Leistung in diesem Spiel keineswegs ausruhen, da es am kommenden Wochenende am 25.01.14 zum Tabellendritten des TV Burgsolms (16:6, +33) geht. Auch dann sollen durch den an diesem Spieltag gezeigten, schnellen und konzentrierten Handball, zwei weitere Punkte gesichert werden. Letztlich bleibt nur festzuhalten: Starke Leistung - weiter so!

Für die HSG spielten: Stefanie Quent (14 Paraden), Kira Hanke (6), Malena Götte (4), Imke Hogrefe (3), Vanessa Kuhl (3), Kerstin Aumann (2), Jenny Madubuko (2), Anja Kraft (1), Nora Schilke (1), Friedi Lieb (1), Anna Sikeler, Sarah Voßmeier, Patricia Klotz, Jasmin Kramer.

Marc Hampel (Trainer Damen), HSG Marburg/Cappel

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